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Die Pflegebranche ist ein Wachstumsmarkt. Politiker wittern hier gerne die Chance auf rasche Beschäftigung für möglichst viele Menschen. So auch die nordrheinwestfälsche SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft, die vorschlägt, 1-Euro-Jobber in der Altenpflege einzusetzen. Der Deutsche Pflegerat e.V. (DPR) als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens kritisiert diesen Vorstoß, der offensichtlich Qualität und Quantität in einen Topf wirft.
“Mehr Hände und Füße haben Priorität – mehr Köpfe sind scheinbar nicht so wichtig, das ist offensichtlich das Motto dieser Vorschläge” sagt Franz Wagner, Vize-Präsident des DPR. Langzeitarbeitslos zu sein ist kein Hinderungsgrund für eine pflegerische Berufstätigkeit, aber auch keine ausreichende Qualifikation, so Wagner weiter. So entstehe in der Öffentlichkeit und bei den Pflegefachkräften immer wieder der Eindruck “Pflegen kann doch jeder”.
Spätestens in einem Jahr sollen die Bewertungskriterien für Pflegeheime überarbeitet sein. Julia Klöckner, die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverbraucherschutzministerium (CDU), bestätigte, dass eine eigens eingesetzte Arbeitsgruppe die derzeitige Benotung des sogenannten Pflege-TüVs zurzeit nachbessere. Sie gab dabei offen zu, dass die Transparenz und Vergleichbarkeit der Benotungen “noch nicht gegeben” seien.
Dass der ADAC Versicherungen wie den Auslands-Krankenschutz anbietet, ist ja nichts Neues. Jetzt bietet der Automobilclub allerdings eine Versicherung mit einer deutschlandweit einzigartigen Produktkombination an: den ADAC Kranken- und Pflegeschutz nach Unfall. Damit wird das Risiko abgedeckt, dass man im Falle eines Unfall mit anschließender Pflegebedürftigkeit finanzielle Probleme bekommt, da die Leistungen der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung die tatsächlich anfallenden Kosten nicht in vollem Umfang tragen.
Der ADAC-Kranken- und Pflegeschutz nach Unfall bietet neben der privatärztlichen Behandlung im Zweibettzimmer einer deutschen Klinik seiner Wahl auch attraktive Pflegezusatzleistungen an. So gibt es zum Beispiel ein monatliches Unfallpflegegeld von 750 Euro (Pflegestufe II) bzw. 1 500 Euro (Pflegestufe III), osteopathische Behandlungen bis 600 Euro, die Vermittlung einer Pflegeperson, vollstationäre Kurzzeitpflege bis 1 000 Euro und ein Zuschuss bis 500 Euro zu Hilfs- und Pflegehilfsmitteln wie Gehhilfen und Rollstühle.
Der ADAC-Kranken- und Pflegeschutz nach Unfall kostet für Mitglieder als Einzelvertrag ab 11,60 Euro im Monat und für Familien ab 23,20 Euro im Monat. Weitere Informationen gibt es in allen ADAC-Geschäftsstellen oder im Internet.
09 Mrz
von admin - Kategorie: Pflege & Recht
Die Richter des Landessozialgerichts bestätigten das Urteil des Dresdner Sozialgerichts, welches die Veröffentlichung der Pflegenoten für zulässig erachtete, da die Grundrechte der betroffenen Heime – entgegen der Meinung eines Heimträgers – nicht verletzt seien. Ein Dresdner Heimträger hatte sich beschwert, dass die in den Prüfberichten des MDK genannten Mängel bereits beseitigt worden seien und die Berichte daher auf veralteten Erkenntnissen beruhen würden. Ihre Veröffentlichung würde somit gegen die Grundrechte des Heimträgers aus Art. 12 Abs. 1 und Art. 14 des Grundgesetztes verstoßen.
Das Landessozialgericht Sachsen war hingegen der Auffassung, dass die Wettbewerber zwar ein Grundrecht auf die Teilhabe am Wettbewerb hätten, nicht jedoch einen Anspruch auf eine erfolgreiche Marktteilhabe oder ein ausschließliches Recht auf eigene Außendarstellung.
Bislang sind laut AOK insgesamt 72 einstweilige Verfügungen gegen die Veröffentlichung von den so genannten Transparenzberichten beantragt worden, wovon in erster Instanz 21 zugunsten der Kassen und neun zugunsten der Antragsteller entschieden wurden. Das Urteil des sächsischen Landessozialgerichts ist bisher die erste Entscheidung eines übergeordneten Gerichtes.
Der Markt für qualifizierte Pflegekräfte scheint leergefegt zu sein. Pflegeheime suchen teilweise händeringend nach Personal. Allein das Unternehmen „pflegen & wohnen“ mit seinen 1600 Beschäftigten hat zur Zeit sage und schreibe rund einhundert offene Positionen.
Von Pflegebereichleiter über Pflegefachkräfte, Pflegeassistenten und Auszubildende sucht der Personalleiter Thomas Flotow engagierte und motivierte Mitarbeiter (die Hamburger Morgenpost berichtete).
Mehr Informationen unter www.pflegenundwohnen.de
Das Hesse-Diederichsen-Heim gehört zu den Hamburgischen Wohnstiften und wurde 1962 in zentraler Lage in Hamburg-Barmbek eröffnet.
Das Haus verfügt über 171 Plätze in 1- und 2-Bett-Zimmern, über Aufenthaltsräume und eine schöne Gartenanlage. Im Jahr 2005 wurde die Einrichtung durch einen Neubau mit 31 Einzelzimmern erweitert.
Das Hesse-Diederichsen-Heim trägt das Qualitätszeichen der Qualitätsgemeinschaft Pflege. Diese Zertifizierung steht für ein Höchstmaß an Qualität, Hygiene und Sicherheit. Zudem ist es Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband sowie Vertragspartner aller Krankenkassen, Pflegekassen und Behörden.
06 Mrz
von admin - Kategorie: Allgemein
Derzeit leben in Deutschland etwa 2,4 Mio Pflegebedürftige. Bis zum Jahr 2030 soll diese Zahl sogar noch bis auf 3,4 Millionen ansteigen. Die steigende Lebenserwartung tut ihr übriges dazu. Während nämlich bei dem Jahrgang der 70- bis 75-Jährigen rund 5% pflegebedürftig sind, sind es bei den über 90-Jährigen bereits 60 %.
2005 wurden etwa 1,5 Millionen pflegebedürftige Menschen zu Hause betreut, davon fast eine Million ausschließlich von angehörigen Familienmitgliedern.
Dagegen leben rund 677 000 Pflegebedürftige in Altenheimen, der Trend ist dabei steigend. Die Statistiker vermuten dahinter immer schwierigere Bedingungen für häuslich Pflege, die vor allem von Töchtern und Schwiegertöchtern geleistet wird.
Sollte dies so sein, so geht doch der Vorschlag der Bundesfamilienministerin Schröder für mehr Pflegezeit für Angehörige (wir berichteten) genau in die richtige Richtung.
In Deutschland leben momentan knapp 1,2 Millionen an Demenz erkrankte Menschen. Jährlich kommen in etwa 250.000 Neuerkrankungen hinzu. Experten rechnen für das Jahr 2030 sogar mit 2,5 Millionen betroffenen Demenz-Erkrankten.
Es ist mittlerweile medizinisch belegt, dass Demenz mit den “selbstverständlichen Alterungsprozessen zu tun hat”, äußert sich Reimer Gronemeyer, Gießener Soziologe. Er fordert, Demenz nicht allein als medizinische Frage zu betrachten, denn damit würde man die Betreuung Demenzkranker allein den Ärzten zuschieben und die Gesellschaft von der Aufgabe freisprechen, sich gemeinschaftlich um demente Mitmenschen zu kümmern.
Auch die Demenz-Expertin Hedwig Neu fordert die Gesellschaft insgesamt auf, Demenzkranken Wertschätzung und Respekt entgegenzubringen. Viele Menschen neigen schnell dazu, Demenzkranke nicht ernst zu nehmen und ihnen den eigenen Willen aufzuzwingen.
Mit Einfühlungsvermögen sowie verbalen und nonverbalen Kommunikationstechniken sei es jedoch durchaus möglich, in die Gefühlswelt altersverwirrter Menschen vorzudringen, so Neu. Empathie könne den Betroffenen helfen, Vertrauen zu fassen und Angstzustände zu verringern. Das heißt: ihnen die Führung überlassen, mitmachen, mitfühlen. „Die Bemühungen um die Kranken ist keine Einbahnstraße. Es kommt etwas zurück. Plötzlich leuchtet etwas auf von der alten Persönlichkeit.”
Bundesfamilienministerin Schröder hat ihre Idee mit der Familien-Pflegezeit konkretisiert. Sie sieht vor, dass Arbeitnehmer, die zur Pflege ihrer Angehörigen beruflich kürzer treten möchten, zwei Jahre lang auf 50% arbeiten und dabei 75% des Gehalts beziehen können. Wenn sie dann wieder voll arbeiten gehen, müssen sie den Lohnvorschuss zurückzahlen, indem sie bei 100% Arbeit solange 75% Lohn bekommen bis der Vorschuss abbezahlt ist.
Die Pflegezeit gilt dabei nicht nur für Kinder, die ihre Eltern betreuen, sondern auch für Eltern und andere Angehörige, schließlich kann jedes Familienmitglied pflegebedürftig werden.
FDP, Grüne und SPD kritisierten die Pläne, auch Arbeitgeberpräsident Hundt lehnte das Konzept ab. Die deutsche Wirtschaft präferiere eher auf flexible Arbeitszeitmodelle und nicht auf gesetzliche Regulierung, auch gehe die Idee der pflegenden Angehörigen total an der Realität vorbei.
Anerkennende Worte kamen dagegen von der Deutschen Hospiz Stiftung. “Derzeit werden 1,5 Million Menschen zu Hause gepflegt, eine Million von ihnen ausschließlich von Angehörigen.” Diese dürfe man “nicht länger alleinlassen”, sagte Vorstandschef Eugen Brysch. Auch vom Paritätischen Wohlfahrtsverband kam Lob. Der Verband regte gleichzeitig an, pflegende Angehörige ähnlich zu stellen wie Eltern in Elternzeit, d.h. ihnen 14 Monate lang 67% ihres letzten Gehalts zu zahlen.
03 Mrz
von admin - Kategorie: Aktuelles, Pflege & Politik
In Bayern soll ein neues Modellprojekt mit dem Namen „Balance in der Altenpflege“ (BIDA) die arbeitsbedingten Belastungen in der Altenpflege reduzieren. Das Projekt findet im Rahmen des Modellprogramms zur Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen statt und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin begleitet.
Als „Praxisobjekt“ wurde das Seniorenzentrum Neuendettelsau ausgewählt. Durch präventive Maßnahmen wie Sport, Ernährungsberatung und Entspannungstrainings sollen in den nächsten Jahren die arbeitsbedingten Belastungen reduziert werden und somit die Krankenquote reduziert werden.