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09 Mrz
von admin - Kategorie: Pflege & Recht
Die Richter des Landessozialgerichts bestätigten das Urteil des Dresdner Sozialgerichts, welches die Veröffentlichung der Pflegenoten für zulässig erachtete, da die Grundrechte der betroffenen Heime – entgegen der Meinung eines Heimträgers – nicht verletzt seien. Ein Dresdner Heimträger hatte sich beschwert, dass die in den Prüfberichten des MDK genannten Mängel bereits beseitigt worden seien und die Berichte daher auf veralteten Erkenntnissen beruhen würden. Ihre Veröffentlichung würde somit gegen die Grundrechte des Heimträgers aus Art. 12 Abs. 1 und Art. 14 des Grundgesetztes verstoßen.
Das Landessozialgericht Sachsen war hingegen der Auffassung, dass die Wettbewerber zwar ein Grundrecht auf die Teilhabe am Wettbewerb hätten, nicht jedoch einen Anspruch auf eine erfolgreiche Marktteilhabe oder ein ausschließliches Recht auf eigene Außendarstellung.
Bislang sind laut AOK insgesamt 72 einstweilige Verfügungen gegen die Veröffentlichung von den so genannten Transparenzberichten beantragt worden, wovon in erster Instanz 21 zugunsten der Kassen und neun zugunsten der Antragsteller entschieden wurden. Das Urteil des sächsischen Landessozialgerichts ist bisher die erste Entscheidung eines übergeordneten Gerichtes.
Der Markt für qualifizierte Pflegekräfte scheint leergefegt zu sein. Pflegeheime suchen teilweise händeringend nach Personal. Allein das Unternehmen „pflegen & wohnen“ mit seinen 1600 Beschäftigten hat zur Zeit sage und schreibe rund einhundert offene Positionen.
Von Pflegebereichleiter über Pflegefachkräfte, Pflegeassistenten und Auszubildende sucht der Personalleiter Thomas Flotow engagierte und motivierte Mitarbeiter (die Hamburger Morgenpost berichtete).
Mehr Informationen unter www.pflegenundwohnen.de
Das Hesse-Diederichsen-Heim gehört zu den Hamburgischen Wohnstiften und wurde 1962 in zentraler Lage in Hamburg-Barmbek eröffnet.
Das Haus verfügt über 171 Plätze in 1- und 2-Bett-Zimmern, über Aufenthaltsräume und eine schöne Gartenanlage. Im Jahr 2005 wurde die Einrichtung durch einen Neubau mit 31 Einzelzimmern erweitert.
Das Hesse-Diederichsen-Heim trägt das Qualitätszeichen der Qualitätsgemeinschaft Pflege. Diese Zertifizierung steht für ein Höchstmaß an Qualität, Hygiene und Sicherheit. Zudem ist es Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband sowie Vertragspartner aller Krankenkassen, Pflegekassen und Behörden.
06 Mrz
von admin - Kategorie: Allgemein
Derzeit leben in Deutschland etwa 2,4 Mio Pflegebedürftige. Bis zum Jahr 2030 soll diese Zahl sogar noch bis auf 3,4 Millionen ansteigen. Die steigende Lebenserwartung tut ihr übriges dazu. Während nämlich bei dem Jahrgang der 70- bis 75-Jährigen rund 5% pflegebedürftig sind, sind es bei den über 90-Jährigen bereits 60 %.
2005 wurden etwa 1,5 Millionen pflegebedürftige Menschen zu Hause betreut, davon fast eine Million ausschließlich von angehörigen Familienmitgliedern.
Dagegen leben rund 677 000 Pflegebedürftige in Altenheimen, der Trend ist dabei steigend. Die Statistiker vermuten dahinter immer schwierigere Bedingungen für häuslich Pflege, die vor allem von Töchtern und Schwiegertöchtern geleistet wird.
Sollte dies so sein, so geht doch der Vorschlag der Bundesfamilienministerin Schröder für mehr Pflegezeit für Angehörige (wir berichteten) genau in die richtige Richtung.
In Deutschland leben momentan knapp 1,2 Millionen an Demenz erkrankte Menschen. Jährlich kommen in etwa 250.000 Neuerkrankungen hinzu. Experten rechnen für das Jahr 2030 sogar mit 2,5 Millionen betroffenen Demenz-Erkrankten.
Es ist mittlerweile medizinisch belegt, dass Demenz mit den “selbstverständlichen Alterungsprozessen zu tun hat”, äußert sich Reimer Gronemeyer, Gießener Soziologe. Er fordert, Demenz nicht allein als medizinische Frage zu betrachten, denn damit würde man die Betreuung Demenzkranker allein den Ärzten zuschieben und die Gesellschaft von der Aufgabe freisprechen, sich gemeinschaftlich um demente Mitmenschen zu kümmern.
Auch die Demenz-Expertin Hedwig Neu fordert die Gesellschaft insgesamt auf, Demenzkranken Wertschätzung und Respekt entgegenzubringen. Viele Menschen neigen schnell dazu, Demenzkranke nicht ernst zu nehmen und ihnen den eigenen Willen aufzuzwingen.
Mit Einfühlungsvermögen sowie verbalen und nonverbalen Kommunikationstechniken sei es jedoch durchaus möglich, in die Gefühlswelt altersverwirrter Menschen vorzudringen, so Neu. Empathie könne den Betroffenen helfen, Vertrauen zu fassen und Angstzustände zu verringern. Das heißt: ihnen die Führung überlassen, mitmachen, mitfühlen. „Die Bemühungen um die Kranken ist keine Einbahnstraße. Es kommt etwas zurück. Plötzlich leuchtet etwas auf von der alten Persönlichkeit.”
Bundesfamilienministerin Schröder hat ihre Idee mit der Familien-Pflegezeit konkretisiert. Sie sieht vor, dass Arbeitnehmer, die zur Pflege ihrer Angehörigen beruflich kürzer treten möchten, zwei Jahre lang auf 50% arbeiten und dabei 75% des Gehalts beziehen können. Wenn sie dann wieder voll arbeiten gehen, müssen sie den Lohnvorschuss zurückzahlen, indem sie bei 100% Arbeit solange 75% Lohn bekommen bis der Vorschuss abbezahlt ist.
Die Pflegezeit gilt dabei nicht nur für Kinder, die ihre Eltern betreuen, sondern auch für Eltern und andere Angehörige, schließlich kann jedes Familienmitglied pflegebedürftig werden.
FDP, Grüne und SPD kritisierten die Pläne, auch Arbeitgeberpräsident Hundt lehnte das Konzept ab. Die deutsche Wirtschaft präferiere eher auf flexible Arbeitszeitmodelle und nicht auf gesetzliche Regulierung, auch gehe die Idee der pflegenden Angehörigen total an der Realität vorbei.
Anerkennende Worte kamen dagegen von der Deutschen Hospiz Stiftung. “Derzeit werden 1,5 Million Menschen zu Hause gepflegt, eine Million von ihnen ausschließlich von Angehörigen.” Diese dürfe man “nicht länger alleinlassen”, sagte Vorstandschef Eugen Brysch. Auch vom Paritätischen Wohlfahrtsverband kam Lob. Der Verband regte gleichzeitig an, pflegende Angehörige ähnlich zu stellen wie Eltern in Elternzeit, d.h. ihnen 14 Monate lang 67% ihres letzten Gehalts zu zahlen.
03 Mrz
von admin - Kategorie: Aktuelles, Pflege & Politik
In Bayern soll ein neues Modellprojekt mit dem Namen „Balance in der Altenpflege“ (BIDA) die arbeitsbedingten Belastungen in der Altenpflege reduzieren. Das Projekt findet im Rahmen des Modellprogramms zur Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen statt und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin begleitet.
Als „Praxisobjekt“ wurde das Seniorenzentrum Neuendettelsau ausgewählt. Durch präventive Maßnahmen wie Sport, Ernährungsberatung und Entspannungstrainings sollen in den nächsten Jahren die arbeitsbedingten Belastungen reduziert werden und somit die Krankenquote reduziert werden.
02 Mrz
von admin - Kategorie: Aktuelles
Die Seniorenresidenz Carolinenhöhe des Deutschen Roten Kreuzes ist nach 1,5 jähriger Bauzeit endlich fertig gestellt.
Die Bewohner werden in Wohngemeinschaften leben und in familiärer Atmosphäre in all ihren Lebensbereichen unterstützt und versorgt, um möglichst lange selbstständig und unabhängig zu bleiben.
Das Heim liegt malerisch am Hang des Weinberges in Ingelheim.
Die ersten Bewohner sind bereits eingezogen.
Pflegebedürftige müssen zurzeit selten länger als vier Wochen auf einen Heimplatz warten. Zwar gibt es in einigen Regionen Engpässe, und vor allem in ländlichen Gebieten gibt es noch „weiße Flecken“ auf der Landkarte. Auch der Wunsch nach einem Einzelzimmer lässt sich nicht immer sofort erfüllen. Trotzdem hält die Baden-Württembergische Sozialministerin Monika Stolz (CDU) die stationären Pflegeheimplätze zum jetzigen Zeitpunkt für ausreichend.
Daher stoppt das Land Baden-Württemberg fürs Erste die Zuschüsse für Pflegeheime.
Die Betroffenen nehmen die Entscheidung des Landes aus der Pflegeheimförderung größtenteils gleichmütig hin. So sind unter anderem die Stadt- und Landkreise, selbst Träger vieler Pflegeheime, mit dem Förderstopp einverstanden. Auch der Bund privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), in dem etwa 330 vollstationäre Pflegeheime in Baden-Württemberg organisiert sind, begrüßt den Entschluss, „denn es gibt derzeit eher mehr Plätze als erforderlich”, sagt Stefan Kraft, der Landesgeschäftsführer der bpa.
Im Alter wird das Leben in den eigenen vier Wänden irgendwann zum Hindernis-Parcours: Läufer, Teppiche und Duschvorleger werden zu Stolperfallen. Wer nicht in eine barrierefreie Wohnung oder in eine Pflegeeinrichtung umziehen möchte, sollte zunächst dafür Sorge tragen, dass sein eigenes Heim möglichst barrierefrei wird.
Der Verein Barrierefrei leben in Hamburg empfiehlt, Zimmer für Zimmer durchzugehen und hierbei zunächst auf den Fußboden zu achten: Zunächst die oben genannten Stolperfallen durch Festkleben oder Entfernen beseitigen. In Dusche oder Badewanne beugen Gummimatten mit Saugnäpfen einem möglichen Ausrutschen vor. Elektrokabel am besten mit Laufschiene an den Wänden entlangführen. Auf Treppen verhindern Stufenmatten einen Treppensturz, auch farbig markierte Treppenanfänge, -enden und Türschwellen sind hilfreich.
Nach dem Fußboden sollte man sein Mobiliar überprüfen: Im Alter hat man einen größeren Bewegungsradius, ist nicht mehr so wendig, deshalb sollte man überlegen, welche Möbel oder Haushaltsgeräte eventuell verzichtbar wären. Umgekehrt ist an anderer Stelle ein neues Möbelstück hilfreich, z.B. ein Stuhl im Flur beim Schuhe an- und ausziehen, in der Küche vor der Arbeitsplatte oder auf dem Treppenabsatz zum Ausruhen, genauso wie ein Hocker in der Dusche.
Beim Aufstehen von Sesseln und Sofas wird oft die niedrige Sitzhöhe zur Hürde. Hier kann ein Fachmann Klötze unter den Sitzgelegenheiten anbringen.
In Hamburg steht Senioren für einen Wohnraumcheck der Verein Barrierefrei leben mit seinen Wohnberatern zur Seite. Auch in anderen Städten gibt es Unternehmen zur Wohnraumberatung für Senioren, wie z.B. die Firma Gerotronik, die direkt mit der Krankenkasse abrechnen dürfen.